Meine Wegkreuzung mit dem Tramper

Vor ein paar Wochen war ich mit dem Auto zu einem Termin unterwegs. Beim Fahren fiel mir in einem kleinen Dorf schon von weitem ein Anhalter an der Straßenseite auf. Eigentlich bin ich nicht der Anhalter-freundlichste Autofahrer und wollte diesen Mann gekonnt ignorieren. Als ich bereits einige Meter an ihm vorbei gefahren war, hielt ich dann aber doch an. Dass er nur einen Ort weiter wollte, war für mich geradezu erleichternd. (Ich bin eben nicht der Typ, der sich früh morgens schon ausgiebig an Unterhaltungen erfreut. 🙂 )

 

Die Stimmung im Wagen war dementsprechend relativ ruhig. Keiner von uns beiden sagte viel und ich war froh, dass er nach ein paar Metern aussteigen wollte. Er öffnete die Tür, zögerte kurz und sagte dann: „Du kommst mir irgendwie bekannt vor.“ Wir überlegten kurz hin und her und einigten uns dann darauf, dass er mich wahrscheinlich verwechselte. Doch dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: „Du hast doch in einem Film mitgespielt, kann das sein? Ich hab dich im Internet gesehen.“ Da wusste ich endlich, woher er mich kannte! Unser Film „Backstage“ war kurz zuvor veröffentlicht worden und wurde auch von seiner Heimatstadt auf Facebook geteilt. Schneller als gedacht waren wir zwei im Gespräch über den Inhalt des Films. Ich konnte ihm die Verbindung zwischen dem Film und der Geschichte des verlorenen Sohnes aus der Bibel erzählen und ihm Gott als Vater vorstellen. Am Ende hatte ich sogar die Möglichkeit, ihm meine Kontaktdaten zu geben.

 

Er hat sich bis heute leider nicht gemeldet. Trotzdem glaube ich, dass die Wahrheit über Gott, der auf ihn wartet, immer noch in seinem Herzen ist. Ich wünsche mir sehr, dass er sich auf Gott einlässt.

 

Samuel Michalzik

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